Mergers & Acquisitions



Unternehmensnachfolge

Nachfolgeregelungen

Bei der Nachfolge ist zwischen interner und externer Nachfolge zu unterscheiden.
 
Bei etwa 700.000 Betrieben steht in Deutschland in den nächsten zehn Jahren die Nachfolge an. Das ist gut ein Drittel der ca. 2,2 Millionen mittelständischen Unternehmen. Statistisch gesehen müsste täglich in nahezu 200 Betrieben die Führungsverantwortung an die nächste Generation oder an einen anderen Nachfolger übergeben werden.
 
Besonders für die Gruppe der ca. 2 Millionen Familienbetriebe stellt die Regelung der Nachfolge und Übergabe eine große, nicht selten existenzgefährdende Aufgabe dar. Die Belastung für den Unternehmer und seine Familie durch eine ungelöste, aber latent vorhandene Nachfolgefrage ist schließlich viel größer als die sinnvoll für einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren geplante Übergaberegelung.

Hinausschieben der Entscheidung

Die Praxis und viele Untersuchungen sprechen gegen ein zu langes Hinausschieben und entlarven viele der üblichen Argumente (im operativen Geschäft keine Zeit finden, die eigene Unersetzlichkeit, schon die Beschäftigung mit diesem Thema bedeute Autoritäts- und Kontrollverlust usw.) als reine Verdrängungsmechanismen.

Betriebs- und volkswirtschaftlicher Schaden

Schätzungen zufolge gehen der Volkswirtschaft jährlich etwa 50 000 Arbeitsplätze durch nicht oder nicht rechtzeitig geplante Nachfolgeregelungen verloren. Wenn die Verzögerungstaktik nicht zum Totalverlust des Unternehmens führt, so kann doch das Unternehmen durch die unbefriedigende Nachfolgeregelung erheblichen Schaden nehmen.

Modernisierungsstau

Wenn Jüngere nicht rechtzeitig in die Verantwortung eingeführt werden und diese ihnen zu spät überlassen wird, verzögert sich oft die Einführung neuer Führungsmethoden und neuer Technologien. Die Marktposition verschlechtert sich nach und nach, Investitionen werden nicht rechtzeitig vorgenommen und müssen dann möglicherweise im Schnellverfahren vom Nachfolger durchgezogen werden.

Nachfolgereglung als unternehmerische Aufgabe

Ein kluger Unternehmer lässt es so weit gar nicht erst kommen. Wer ein erfolgreiches und profitables Unternehmen aufgebaut hat, wird sich rechtzeitig auch der zwingenden Aufgabe seiner eigenen Nachfolge widmen, denn er weiß, dass dies unabdingbar ist. Als weitsichtiger Unternehmer gestaltet er rechtzeitig die weitere Entwicklung seines Lebenswerks - allein schon deshalb, weil dann er und nicht der Zufall oder die Eile die entscheidenden Weichen für die Zukunft stellen kann.
 
Halten Sie als Unternehmer auch hier aktiv die Fäden in der Hand! Packen Sie daher diese wichtige Aufgabe rechtzeitig und professionell an!

Familiäre Nachfolgeregelungen

Welcher Unternehmertyp sind Sie?
 
In der internationalen Literatur werden hinsichtlich von Familienunternehmen sehr anschaulich vier grundsätzliche Unternehmernachfolgetypen unterschieden:

Dieser Unternehmertyp wird durch einen "Staatsstreich" abgesetzt und quasi zwangsweise in den Ruhestand versetzt.

Dieser Unternehmertyp wird aus seiner Machtposition verdrängt, plant aber seine "heldenhafte" Rückkehr zu früherem Glanz und intrigiert mit entsprechender Vehemenz.

Dieser Unternehmertyp plant seinen Abgang freiwillig und frühzeitig und steht in beratender Funktion weiterhin dem Nachfolger zur Verfügung.

Dieser Unternehmertyp plant seinen Abgang und die Übergabe freiwillig und frühzeitig, um sich ganz von der Firma zu trennen. Dann widmet er sich vollständig einer anderen Hauptbeschäftigung geschäftlicher und / oder gesellschaftlicher Art.

Rechtzeitig die Nachfolge einleiten

Während in den USA die meisten Unternehmer ihre Nachfolge bereits im fünften Lebensjahrzehnt vollziehen, halten deutsche Unternehmer durchschnittlich bis in ihre siebziger Jahre das Ruder fest in der Hand. Dann ist mitunter hohe Eile angesagt, der familiäre Nachfolger aber oft nicht vorhanden, nicht entsprechend ausgebildet, noch nicht übernahmereif oder aber einfach nicht (mehr) interessiert.
 
"Mit fünfzig merkt man selbst, dass die Kräfte nachlassen, mit sechzig merken es auch die anderen, mit siebzig merken es nur noch die anderen!" lautet die selbstkritische Erkenntnis eines Unternehmers. Es ist manchmal dramatisch, den schrittweisen Verfall einst blühender Unternehmen mit ansehen zu müssen. Früher erfolgreiche Unternehmer lassen es in eigener Sache an der ihnen in wirtschaftlichen Angelegenheiten sonst gegebenen Weitsicht vermissen.

Geglückte Nachfolge als unternehmerische Aufgabe

Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist ein komplexer Prozess, bei dem eine Vielzahl von Aspekten Berücksichtigung finden muss. Neben den psychologischen Fragestellungen, nach dem richtigen Nachfolger, der Sorge, das Lebenswerk von anderen in kurzer Zeit ruiniert zu sehen, sind familiäre Fragen, die schwierige Gebiete des Familien- und Erbrechts einschließen, zu berücksichtigen.
 
Schließlich kann eine unbedachte Gestaltung steuerlich zu äußerst ungünstigen Ergebnissen führen. Gerade das Steuerrecht verlangt eine kluge und langfristige Lösung, die rechtzeitig bedacht sein will, auch wenn der Betrieb erst in einigen Jahren zur Veräußerung stehen soll.
 

Empfehlungen für den Unternehmer bei der Nachfolgeregelung:

  1. Die Nachfolgeproblematik muss frühzeitig erkannt werden.
  2. Eine familiäre Nachfolgelösung muss in der Familie vom "Familienrat" besprochen und analysiert werden.
  3. Ein qualifizierter Berater ist ggf. als Moderator hilfreich zur Entscheidungsfindung innerhalb der Familie.
  4. Wichtige Fragen wie die Übernahme der rechtlichen und wirtschaftlichen Macht aber auch der damit verbundenen Verantwortung müssen offen angesprochen und vorab geklärt werden.
  5. Eine gezielte theoretische und praktische Ausbildung des Nachfolgers und die Sammlung von Erfahrungen außerhalb des Familienbetriebes sind wichtige Erfolgsvoraussetzungen.
  6. Eine klare Kommunikation der beschlossenen Nachfolgeregelung im Unternehmen ist unabdingbar.
  7. Gegenseitiger Respekt und Toleranz vermeidet familiäre Konflikte im Unternehmen auszutragen.

M & A LOGISTICS GmbH unterstützt kompetent

Die M & A LOGISTICS GmbH unterstützt Sie umfassend, eine unternehmer- und unternehmensspezifisch geeignete Lösung für Ihre Nachfolge zu finden.
 
Die Beauftragung von Beratungsleistungen will seitens des Unternehmers sorgfältig überlegt sein. Die Kosten einer fundierten Beratung und Begleitung einer Unternehmensnachfolge wiegen jedoch in jedem Falle die Kosten einer gescheiterten Nachfolge bei weitem auf. Denn sie beugt wirksam einer erheblichen Destabilisierung des Unternehmens durch teure und nervenaufreibende jahrelange Erbstreitigkeiten vor, die meist zwingend mit einer Lähmung aller wichtigen Unternehmensentscheidungen verbunden sind.